1968
Am 26. Mai 968 nahm der Spielmannszug zum ersten mal bei einem Wertungsspiel für Spielmannszüge im hessischen Rothen-bergen teil. Der Spielmannszug erreichte in der Schülerklasse den 2. Platz und im Gesamtergebnis den 6. Platz. Dieser schöne Erfolg gleich beim ersten Start in solch einem Wettbewerb spornte den jungen Zug immer mehr an.
Die Zahl der Auftritte des Spielmannzuges stieg ständig an und die Anschaffung einer Uniform wurde immer dringender. Nach langen Überlegungen über Schnitt, Farbe und Finanzierung der neuen Uniform konnten die Spielleute zum ersten Mal beim Fest des Gesangvereins im Juli 1968 in neuer Uniform auftreten. Blaue Bolerojäckchen und beigefarbene Hosen und Röcke lösten die grauen Hemden und schwarzen Hosen an. Die Kosten der neuen Uniform teilten sich Verein und Aktive, die damit zeigten, daß sie auch bereit sind, finanzielle Opfer für den Verein zu bringen, wenn es sein muss.
Im Jahr 1968 übergab Josef Bockisch aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Stabführer an Hans Hahn ab, als 2. Stabführer rückte Peter Franz auf. Beide Stabführer trugen erheblich dazu bei, daß die musikalische Entwicklung des Zuges in Riesenschritten vorwärts ging.
Im Mittelpunkt des Jahres 1969 stand das Gründungsfest des Spielmanns- und Fanfarenzuges, das vom 11. bis 14 Juli gefeiert wurde. Zum Programm dieses Festes gehörte auch die Übergabe der neuen Standarte und die Übernahme der Patenschaft durch den Spielmannszug Partenstein, der für den jungen Zug aus Frammersbach damals in vielen Belangen richtungsweisend war. Zum ersten mal hatte die Marktgemeinde Frammersbach ein derartiges Fest erlebt und das Publikum zeigte sich begeistert. Für den Verein erwies sich diese&&&&&&s Spielmannszugfest in jeder Hinsicht als ein großer Erfolg. Der Erlös dieses Festes verschaffte dem Verein endlich eine solide Basis und es war nun nicht mehr erforderlich, daß einige Gründungsmitglieder bei der Bank für den Verein Bürgen mussten, damit die großen Geldsummen beschafft werden konnten, die für Instrumente, Uniform und Fahrten zu den Auftritten benötigt wurden. Der finanzielle Aufschwung des Vereins kam auch den Aktiven zugute. Im Herbst 1969 wurde zum ersten Mal eine Ausflugsfahrt für die Jugendlichen des Zuges organisiert, die nach Frankfurt und ins Taunus-Wunderland führte und bei den Aktiven großen Anklang fand.
Der erste mehrtägige Ausflug des Spielmannszuges führte im Sommer 1970 nach Oberbayern, wo die Spielleute bei Auftritten im Eisstadion von Inzell und im Kurpark von Bad Schliersee ihr Können zeigten. Ein weiterer gelungener Ausflug folgte im Jahr 1971 in den Schwarzwald nach Oberried.
Ende des Jahres 1971 verstarb ganz plötzlich der junge Aktive Herbert Staub. Zum ersten Mal studierten die Spielleute auch Trauermelodien ein, zum ersten Mal mussten sie einen jungen Kameraden zu Grabe tragen.
